Sonntag, 23. Juli 2017

Skandalöser Plan des Inselkammer-Konzerns

Nürnberg hat wenig echte Biergärten. Sicherlich hat so gut wie jede Kneiep zumindest ein paar Tische draußen stehen, aber ein großer schattiger Garten dank vieler alter Bäume gehrt eher zur Seltenheit. Zu nennen wäre da der Tucherhof an der Marienbergstraße, etwa auch der Hummelsteiner Park an der Kleestraße, vielleicht noch dasLandbierparadies am Hasenbuck, aber vor allem der Lederer Biergarten an der Bärenschanzstraße in Gostenhof.

Und gerade dessen Tage sollen gezählt sein, wenn es nach dem Willen der Brauerei Inselkammer (aus Münche, Hochburg der Biegärten) geht, der das Grundstück geht. In der Chefetage hat man den Begriff Nachverdichtung wohl etwas missverstanden und will lukrativen Wohnungsbau verwirklichen.

Die Stadt überlegt nun, notfalls das Grundstück zu kaufen, um erst einmal in Form eines Parks den alten Baumbestand zu sichern - Falls der Konzern nicht zum Erhalt bewegt werden kann. Ein löbliches Vorhaben, das nicht am Geld scheitern sollte. Weit besser sollte es doch sein, den nördlich des alten Brauereigebäudes liegenden Parkplatz und den anliegenden Discounter Aldi, samt dessen Parkplatz für Wohngebäude zu nutzen. Die Flachbau-Discounter und die Groß-Parkplätze gehören zu den grässlichsten Flächenfresser nicht nur im urbanen Bereich. Ein Biergarten gehrt nicht dazu.




Bärenschanzstraße Ecke Sielstraße





im Hintergrund: das ehemalige Brauereigebäude - jetzt das Restaurant






eigene Kasse für Selbstbedienung im hinteren Bierbankbereich

Zufahrt zum nördlich liegenden Parkplatz an der Reutersbrunnenstraße
 
der Aldi, östlich gelegen


an der Sielstraße

 






Mittwoch, 19. Juli 2017

Fundstücke am Dr.-Linnert-Ring

Die Straßen der meisten Wohngebiete in Langwasser bilden Schlaufen, die sich nur über ein bis zwei Zufahrten von den Hauptverkehrsachsen erschließen - so auch der Dr.-Linnert-Ring in der südwestlichen Ecke des Stadtteils. Neben sich aneinanderreihenden 60er-Jahre-Häuserzeilen dieser sogenannte ECA-Siedlung zwischen viel Grün, gibt es dort einige bemerkenswerte Fundstücke.


an der Breslauer Straße erkennt man nicht, dass sich gleich ein Wohngebiet auftut

man muss schon Geduld haben

die Bebauung ist schlicht und nicht mehr taufrisch


fährt man gegen den Uhrzeigersinn sticht als erstes ein Denkmal heraus


Das Denkmal für George C. Marshall erklärt, woher nicht wenige US-Gelder für den Aufbau von Langwasser kamen

weiter um die Kurve: die nächste Auffälligkeit

ein Mauerrest

das war mal ein Friedhof - das Schild erklärt alles



heute nur ein Wäldchen - Grünfläche

noch ein Stück weiter: eine Pyramide

Die evanglische Passionkirche wirde 1968 nach Plänen von Wilhelm Schlegtendal errichtet




Montag, 17. Juli 2017

Das Clubgelände

Der Club - das ist nicht nur ein zweitklassiger Fußballverein, dessen Fans immer noch vom lange vergangenen Glanz leben können, der 1. FC Nürnberg hat auch Boxen, Frauenfußball, Handball, Roll- und Eissport, Schwimmen, Ski sowie Tennis in seinem Dachverband. Die Vereinszentrale reicht von der Kurve der Valznerweiherstraße bis zur Regensburger Straße.


Wer von der Autobahn kommt, hat an der Ecke Regensburger Straße / Valznerweiherstraße den ersten Hinweis

das Clubgebäude sieht man auch von der Ausfallstraße aus

entlang der Straße sind die Fußball-Trainingsplätze

die Valznerweiherstraße grenzt an der Südostseite an den Reichswald

auf der anderen Seite


ein Hilton-Hotel macht offenbar an der abgelegenen Stelle genug Profit

 
einer der Fans-Shops

zeigt die Erfolge des Fußballclubs: neunmal deutscher Meister - viermal Pokalsieger


das Clubbad