Dienstag, 9. Januar 2018

Mühsam kommt die Marienzeile in die Gänge

Vor Jahren schon hat Aurelis das Bahngelände (samt denkmalgeschützten Sandsteingebäude von 1907) zwischen Marientunnel und Dürrenhoftunnel planieren lassen. Ein TU-Gebäude und ein Parkhaus sind zuvor schon an der Ostseite am Dürrenhoftunnel verwirklicht worden. Seitdem war es ruhig, weil nicht so einfach war, für noch ein überflüssiges Gewerbegebäude Mieter zu finden.
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird nun eines der vier geplanten Gebäude beziehen. Die weiteren drei werden nach und nach realisiert werden müssen, je nach Vermietbarkeit. Wenn sich nun weiterhin keiner Mieter findet, wird das eine langwierige und peinliche Geschichte. Enttäuschend auch für die KPMG, die dann zunächst allein auf weiter Flur bleiben.


Der Stand der Dinge seit Jahren



Parkhaus


TU-Gebäude (links daneben das Dürrenhoftunnel)

der schon aufgemöbelte Ostteil der Bahnhofstraße vom Wöhrder Talübergang aus

schon lange prangt die Bautafel neben dem Marientunnel


laut aktueller Visualisierung sieht das Projekt jetzt so aus
(Bild: KSP Jürgen Engel Architekten / 3dkad / Aurelis Real Estate)

bis 2014 sah die Ecke noch so aus

bei diesem Gebäude von 1907, das unter Denkmalschutz stand, war die Aurelis nicht zimperlich und keiner erhob ausreichenden Protest

Blick von dort aus auf das Marientunnel

Samstag, 6. Januar 2018

Lorenzer Straße: größtenteils ein optisches Trauerspiel

Ein wichtiges Einfallsweg in die Altstadt ist über das Marientor die Lorenzer Straße aner nur wenige Gebäude werden dem Anspruch gerecht, den die Nürnberger an ihre romantische Altstadt stellen.


Am Marientor ist mit Kunsthalle, Marientorzwinger und einem schön Haus im Nürnberger Stil noch alles in schönster Ordnung


Kunsthalle

Marientorzwinger

Lorenzer Straße 31, Nürnberger Stil, 1891


mit Durchgang zur Kühnertsgasse

westlich davon lässt es auf der Nordseite schon nach


Hausnummer 25 (Mitte rechts) ist nochmal ein kleines stilistisches Aufbäumen
Nummer 23 (Mitte links) wird gerade renoviert mit unklarem Ausgang

sieht im Moment so aus 

Rosengasse ist etwas hochtrabend für diese Tristesse

Klinker als Parterreverkleidung - immer schon ein Verbrechen

die nächsten beiden Gebäude lösen Augenschäden aus



das Eckgebäude am Kreisverkehr versöhnt wieder etwas


auf der Südseite wurde kürzlich die Sparkasse aufwändig saniert - das Ergebnis ist recht erfreulich


Hausnummer 22 ist im Grunde nur kitschig

Das letzte Gebäude vor der Kunsthalle ist Teil der Baubehörden - leider kein Aushängeschild, so was hat man seinerzeit schön gefunden - heute nicht mehr

 

Karlsbrücke fertig saniert

Monatelang war kein Durchkommen auf der südlichen Karlsbrücke für Autos und Radfahrer, teilweise auch für Fußgänger. Solche kommunalen Bauarbeiten ziehen sich bekanntermaßen. Den Autofahrern, die immer so dringend mitten in die Innenstadt müssen, schadete dies aber mal gar nichts. Nun ist alles fertig saniert und der Verkehr fließt wieder ungebremst, sogar mehr als vorher, denn wegen der Baufälligkeit, waren seit langem Pflanzkübel zum Autos ausbremsen aufgestellt. Wer aber gedacht hat, das wäre eine allgemeine Anti-Rase-Maßnahme gewesen, der sieht sich nun natürlich bitter enttäuscht.



keine Fahrbahnverengung mehr







im April wurde für Autos abgeriegelt


im Juni das fast gleiche Bild


zum Vergleich (2016, vor der Sanierung)




im Herbst wird noch immer gewerkelt - jetzt ist auch für Fußgänger kein Durchkommen mehr


aber man erkennt Fortschritte

vorheriger Zustand, 2016